NOPE (Jordan Peele – 2022)
Darsteller: Daniel Kaluuya, Keke Palmer, Brandon Perea, Steven Yeun

Im direkten Vergleich zu Wir ist Nope schon der leicht bessere Film, aber auch mit seiner dritten Regiearbeit kommt Jordan Peele nicht an die großartige Qualität seines Debüts Get Out heran obwohl er vor allem wegen der formvollendeten Kamerarbeit von Hoyte van Hoytema – die mit ihren breit geöffneten Bildern den Zuschauer in seinen Bann ziehen kann – zu gefallen weiß. Bei den Darstellern stiehlt Keke Palmer mehr als deutlich ihrem Filmbruder Daniel Kaluuya die Show, während Steven Yeun das beste aus seiner Rolle macht wie auch Brandon Perea. Aber im Grunde ist Nope einfach ein Liebesbrief von Peele an die Werke von Steven SpielbergDer weiße Hai und Unheimliche Begegnung der dritten Art lassen grüßen -, wirft den Money Shot aus Akira dazu und würzt das ganze mit Tierhorror und seiner gewohnten Gesellschaftskritik. Das alles geht noch immer gut auf, ist stellenweise unglaublich atmosphärisch, aber die Geschichte hinkt schon gewaltig hinterher. Da hätte Peele vielleicht die Idee mit der Sitcom weiter ausführen sollen, denn wenn ich einen Film wie Tremors – Im Land der Raketenwürmer schauen möchte, schaue ich Tremors – Im Land der Raketenwürmer und eben nicht Nope.