CLEOPATRA (Joseph L. Mankiewicz – 1963)
Darsteller: Elizabeth Taylor, Rex Harrison, Richard Burton, Pamela Brown

Am Ende erreicht Cleopatra nicht mal im Ansatz die epochale Wucht eines Lawrence von Arabien und bleibt selbst hinter dem guten Ben Hur und sogar Vom Winde verweht zurück, obwohl er die erste von viel zu zähen vier Stunden durchaus zu gefallen weiß. Das liegt in erster Linie an Rex Harrison als Julius Cäsar der bis zu den Iden des März das Interesse des Zuschauers auf sich vereinen kann und mit ihm weiß auch Elizabeth Taylor als Cleopatra zu gefallen und wird gekrönt mit ihren festlichen Einzug in der römischen Hauptstadt. Aber mit dem Ende des Cäsars und der Übernahme der Liebschaft der Cleopatra in Person von Richard Burton als Marcus Antonius verkommt der Film zu einem zähen Schmonzetten-Fest, Joseph L. Mankiewicz gelingt keinen interessanten Moment mehr, die finale Seeschlacht ist ein Sturm im Wasserglas und mit dem Ende des Films fühlt man sich komplett leer und man ist fast froh dass es endlich vorbei ist. Cleopatra ist kein schlechter Film, ihm geht aber auch jede monumentale Größe ab und im dirkten Vergleich sollte man lieber einen Blick auf Land der Pharaonen von Howard Hawks werfen, denn der dauert nur 105 Minuten.