RESIDENT EVIL: WELCOME TO RACCOON CITY (Johannes Roberts – 2022)
Darsteller: Kaya Scodelario, Hannah John-Kamen, Robbie Amell, Tom Hopper

Im direkten Vergleich besser als die von Paul W. S. Anderson selber gedrehten Filme der Reihe, schwächer als die beiden nicht von Anderson gedrehten, aber mit Potenzial für eine gute Fortsetzung: Resident Evil: Welcome to Raccoon City orientiert sich endlich mal an den bekannten Videospielen, macht aber auch den leichten Fehler seine Handlung im Verlauf sowohl auf das Herrenhaus aus Resident Evil als auch auf die Polizeistation aus Resident Evil 2 aufzuteilen was dem Interesse an den Figuren nicht gerade förderlich ist. Dafür sind die ersten Minuten unter der Regie von Johannes Roberts besser als jeder Moment aus den Anderson-Filmen, bei den Effekten kann man sich nie so ganz sicher sein ob sie mit Absicht so aussehen wie sie aussehen und stellenweise geht es doch ganz schön blutig zu. Kaya Scodelario als Claire Redfield macht eine sehr gute Figur, Robbie Amell als Chris Redfield weiß ebenfalls zu überzeugen und Tom Hopper als Albert Wesker ein bisschen das Highlight, während Neal McDonough seine gewohnte Rolle routiniert herunterspult und Avan Jogia als Leon S. Kennedy in der Rolle des lustigen Sidekicks verschenkt ist. Resident Evil: Welcome to Raccoon City schafft es die Atmosphäre der Spiele gut einzufangen, stolpert aber durch ein durchwachsenes Drehbuch und verschenkt dadurch einiges an vorhandenen und immer wieder aufblitzenden Potenzial. Über eine Fortsetzung könnte man sich aber trotzdem freuen.