A DAY TO DIE (Wes Miller – 2022)
Darsteller: Kevin Dillon, Bruce Willis, Leon, Frank Grillo

Es gibt Momente in A Day to Die bei denen man denkt, dass da durchaus ein solider Film drin stecken könnte, aber dann erinnert man sich wieder daran wie alles angefangen hat und wirft ein posives Urteil über Bord. Schon die erste Szene mit der Geiselbefreiung ist so grauenhaft geschnitten und inszeniert, mit lächerlichen Momenten wie der mit dem Raketenwerfer und einem fehlplaziert wirkenden Kevin Dillon in der Hauptrolle dass sich der Film davon nie mehr wirklich erholen kann. Danach kennt man alle verwendeten Zutaten wie die entführten schwangere Freundin, das zusammentrommeln der alten Kumpanen aus der Spezialeinheit um Kohle zu beschaffen und am Ende wird nochmal ordentlich geballert. Leon gibt als Gangster einen Kalenderspruch nach dem anderen ab, Frank Grillo selbst im Schlaf der coolste Typ im kompletten Cast und Bruce Willis verschwindet so schnell aus der Handlung dass man überrascht ist ihn im Finale wieder zu sehen, aber auch nicht vermisst hat. Dazu gibt es schauderhafte Effekte während den Szenen die in Autos spielen – aber zumindest die Shootouts sind nett geraten -, eine grauenhafte „House of the Rising Sun“-Version ganz am Anfang sowie eine nette zum Ende hin und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass Wes Miller mit etwas mehr Budget und einem anderen Hauptdarsteller einen zumindest Genrefans abholenden Film abgeliefert hätte. So aber ist A Day to Die nicht mal für Willis-Komplettisten wirklich ein Blick wert. Obwohl: Selbst die haben sich in den vergangenen Monaten und Jahren durch schlimmeres kämpfen müssen.