JAMES BOND 007 – STIRB AN EINEM ANDEREN TAG (Lee Tamahori – 2002)
Darsteller: Pierce Brosnan, Halle Berry, Toby Stephens, Rosamund Pike

Der Abschied von Pierce Brosnan von der 007-Lizenz und wie bereits bei Roger Moore ein ziemlich enttäuschender: James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag hat ein paar sehr feine Momente wie die Szene in Havana zwischen Bond und dem von Emilio Echevarría gespielten Raoul oder die im Hotel in Hong Kong mit Ho Yi als chinesischer Agent Mr. Chang als Ersatz für die eigentlich mal geplante Michelle Yeoh, aber spätestens wenn sich die Handlung für viel zu lange Zeit in den Eispalast verlagert und auch das Finale auf ganzer Linie enttäuscht, muss man das Ende der Brosnan-Ära als gescheitert ansehen. Halle Berry ist blass als Giacinta „Jinx“ Johnson wie Rosamund Pike unterfordert, Toby Stephens gibt einen zumindest anfänglich interessanten Gustav Graves – vor allem wenn man den Twist kennt – und in der Eröffnungssequenz erfreut man sich auch kurz an Will Yun Lee als Colonel Tan-Sun Moon. Lee Tamahori entgleitet der Film immer wieder, es gibt grauenhafte Effekte und Rückprojektionen wie man sie seit Roger Moore nicht mehr gesehen hat, das Drehbuch wie die Handlung ein konfuser Mix aus Allem und Nichts, der Titelsong der zweitschlechteste der kompletten Reihe und James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag ist gerade als letzter Auftritt von Brosnan ein wenig unwürdig und ärgerlich. Es tat der Reihe also mehr als nur gut sich vier Jahre Zeit zu lassen und wieder zurück in den Schoss von Ian Fleming zu gehen.