JAMES BOND 007 – DIE WELT IST NICHT GENUG (Michael Apted – 1999)
Darsteller: Pierce Brosnan, Sophie Marceau, Robert Carlyle, Denise Richards

Nach dem durchwachsenen James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie bekam Drehbuchautor Bruce Feirstein mit Robert Wade und Neal Purvis zwei Autoren zur Seite gestellt die bis zum Jahr 2021 ihren Stempel aufdrücken sollten, auf dem Regiestuhl wechselte man ebenfalls und mit Michael Apted holte man jemanden an Bord der vielleicht keine Erfahrung mit Actionszenen hatte, aber weiß wie man gute bis sehr gute Filme dreht und an die Kamera ließ man Adrian Biddle der sein Debüt 1986 direk mit Aliens – Die Rückkehr gab und auch bereits zweimal mit Ridley Scott arbeitete. Für den Titelsong zeichnete sich die Band Garbage verantwortlich die einen der besten Tracks der Reihe ablieferten. Am Ende ist James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug vielleicht der beste Bond-Film mit Pierce Brosnan in der Hauptrolle der endlich mal eine härtete und ruchlosere Seite zeigt, die Eröffnungssequenz mit dem Höhepunkt auf der Themse sowie über dem Millennium Dome geht über die volle Distanz von 15 Minuten – eigentlich sollte es mit der Szene in Bilbao in den Vorspann gehen – und auch wenn die Geschichte einem manchmal eine Augenbraue nach oben wandern lässt ist sie doch spannend genug um am Ball zu bleiben. Sophie Marceau als Elektra King ist eine interessante Gegenspielerin für Bond mit deutlichen Anleihen an Patty Hearst, Robert Carlyle als Viktor Zokas aka Renard fast schon eine tragische Figur und auch Denise Richards macht abseits ihres Rollennamens einen deutlich besseren – solideren – Eindruck als ihr Ruf vermuten würde. Dazu gibt man Judi Dench als M endlich mal etwas mehr Raum, man bekommt schon einen Eindruck von der Frau die einen bis in die Craig-Ära begleiten würde und das Highlight ist eh Robbie Coltrane als Valentin Dimitrovich Zukovsky in seinem zweiten Auftritt der jede Szene dominiert und einen nie unpassend wirkenen trockenen Humor einfließen lässt. Es gibt tolle Actionmomente wie während der Skifahrt in Aserbaidschan – gedreht in Chamonix – oder der Angriff von Hubschrauben mit großen Kreissägen, Bond wird gefoltert und auch das Finale in einem U-Boot ist sehr viel besser als noch das im Stealth-Boot im vorherigen Film. James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug ist ein unterhaltsamer wie spannender Eintrag, Brosnan ist endlich als Bond angekommen und man war bereit mit dem nächsten Film in die 2000er zu gehen.