JAMES BOND 007 – LIZENZ ZUM TÖTEN (John Glen – 1989)
Darsteller: Timothy Dalton, Carey Lowell, Robert Davi, Talisa Soto

Fast kann man James Bond 007 – Lizenz zum Töten als eine Art Wendepunkt bezeichnen: Die 1990er standen vor der Tür, John Glen als Regisseur wie auch Michael G. Wilson und Richard Maibaum als Drehbuchautoren sowie Albert R. „Cubby“ Broccoli als Produzent sollten in diesen Positionen an einem Bond-Abenteuer mitarbeiten und auch für Hauptdarsteller Timothy Dalton war es der letzte Einsatz als 007. Ja: James Bond 007 – Lizenz zum Töten fühlt sich von allen bisherigen Filmen vielleicht am wenigsten nach klassischen Bond an, sondern mehr wie ein Vorbote zum ersten Jack-Ryan-Film ein Jahr später, aber trotzdem gefällt er sehr viel besser als der Vorgänger. Bond ist im Rache-Modus und wieder toll gespielt von Dalton, Robert Davi als Franz Sanchez wieder ein Verbrecher der nicht unbedingt die Welt brennen  sehen sondern ist nur ein Drogenbaron der Kohle machen möchte, die von Carey Lowell gespielte Pam Bouvier ist eine der besten Frauen die man an die Seite von 007 stellte bis jetzt, David Hedison spielt zum zweiten Mal nach dem Moore-Debüt Felix Leiter, Benicio del Toro als Messer-Henchman, Wayne Newton verdammt nochmal und als Krönung auch noch Cary-Hiroyuki Tagawa! Die Stunts sind erstklassig, der Score von Michael Kamen braucht sich vor der Arbeit von John Barry nicht verstecken brauchen und der Titelsong von Gladys Knight dürfte auch zu den stärksten der Reihe zählen. Die Eröffnungssequenz ist klasse wie das Finale und auch alles dazwischen überzeugt wie man es Bond vielleicht nicht mehr zugetraut hätte: James Bond 007 – Lizenz zum Töten kann gerade mit seinem harten Realismus überzeugen, auf Gadgets wird aber auch nicht verzichtet und auf jeden Fall bekommt man einen der stärksten Einträgen innerhalb der Reihe. Damit wurde eine verhältnismäßig lange Pause eingelegt und es machte sich jemand bereit der neue Bond zu werden der vor Dalton den Part eigentlich schon sicher hatte: Pierce Brosnan.