JAMES BOND 007 – DER HAUCH DES TODES (John Glen – 1987)
Darsteller: Timothy Dalton, Maryam d’Abo, Jeroen Krabbé, Joe Don Baker

Roger Moore verabschiedete sich in den ersten – und im Gegensatz zu Sean Connery letzten – Ruhestand als James Bond, eigentlich sollte Pierce Brosnan die Rolle übernehmen, war aber vertraglich an seine TV-Serie gebunden und stattdessen erhielt Timothy Dalton die Lizenz zum Töten. John Glen führte zum insgesamt vierten Mal die Regie, Michael G. Wilson und Richard Maibaum schrieben wie gewohnt das Drebbuch, während der Score zum letzten Mal von John Barry stammte. Neu dazu stieß Alec Mills, der als Kameramann beide Einsätze von Dalton zu bebildern hatte und auf jeden Fall einen guten Job dabei machte. James Bond 007 – Der Hauch des Todes fühlt sich dabei fast ein bisschen wie ein gewohnter Einstieg eines neuen Darstellers an – ist also insgesamt ein guter Film -, bei Dalton menschelt es wieder mehr als noch bei Connery, man ist aber auch deutlich ärmer an Humor als bei Moore. Die Geschichte riecht noch deutlich nach dem Vorgänger, aber Dalton macht auf jeden Fall das beste raus und vor allem in der ersten Szene nach dem Vorspann mit der Flucht von General Georgi Koskov über die österreichisch-tschechoslowakische Grenze punktet der Neue auf jeden Fall, verliert aber im Laufe auch etwas an Spannung und Tempo um im Finale dann doch nochmal schön abzuliefern – aber Wien sieht man auf jeden Fall immer gerne in Filmen. Den Darstellern und Darstellerinnen kann dagegen keinen Vorwurf machen und vor allem Jeroen Krabbé als Koskov, Andreas Wisniewski als Killer Necros sowie John Rhys-Davies und Joe Don Baker – der bei Brosnan dieses Mal einen Verbündeten spielen sollte – bleiben im Gedächtnis. Im direkten Vergleich zu Connery und Moore vielleicht das schwächste Debüt und gerade noch so ein guter Film, aber Dalton überzeugt auf jeden Fall als Bond und das sollte er auch im nächsten Einsatz zeigen.