JAMES BOND 007 – LEBEN UND STERBEN LASSEN (Guy Hamilton – 1973)
Darsteller: Roger Moore, Yaphet Kotto, Jane Seymour, Clifton James

Die Ära Sean Connery war ein zweites Mal – zumindest bei EON – beendet und die Lizenz zum Töten ging auf Roger Moore über der sie für die nächsten 12 Jahre und sieben Filme behalten sollte. Hinter der Kamera blieb bei James Bond 007 – Leben und sterben lassen mit Regisseur Guy Hamilton und Drehbuchautor Tom Mankiewicz alles beim alten und trotzdem ist es eine deutliche Steigerung im direkten Vergleich zum Connery-Abschied: Moore macht sich die Rolle schnell zu eigen, Yaphet Kotto ist wahrscheinlich der charismatischste Gegenspieler bis jetzt, Geoffrey Holder als Baron Samedi, Julius W. Harris als Tee Hee sowie Gloria Hendry als Doppel-Agentin Rosie Carver tolle Handlanger für den Bösewicht und nur an der Figur von Jane Seymour – mit dem wunderbaren Namen Solitaire – kann man sich ein wenig stoßen. New Orleans ist wie nicht anders zu erwarten ein tolles Setting, die Eröffnungssequenz auch ohne Bond einer der besten und auch die Blaxploitation-Note passt gut zum britischen Agenten und vor allem Moore. Trotz allem ist es aber auch kein sehr guter oder gar starker Einstieg für den neuen Bond, denn abseits der schönen Action – und damit ist vor allem die Bootsjagd gemeint – kommen die ganzen in der Theorie passenden Zutaten vielleicht nur gut zusammen, die Geschichte zieht einen nicht so ein wie gedacht und irgendwie kommt man nicht umhin zu denken dass der ganze große Knall nicht kommen mag. Mit dem Herzen kann man James Bond 007 – Leben und sterben lassen – auch wegen dem Titelsong und einem schönen Score von George Martin – durchaus mehr mögen, aber er verschenkt auch ein bisschen Potenzial. Auf Roger Moore wartete bereits ein Jahr später der nächste ikonische Gegenspieler: Der Mann mit dem goldenen Colt – die eigentlich eine Pistole ist.