JAMES BOND 007 – DER SPION, DER MICH LIEBTE (Lewis Gilbert – 1977)
Darsteller: Roger Moore, Barbara Bach, Curd Jürgens, Richard Kiel

Drei Jahr nach dem durchwachsenen James Bond 007 – Der Mann mit dem goldenen Colt – der längsten Pause innerhalb der Reihe bis dato – kehrte Roger Moore mit James Bond 007 – Der Spion, der mich liebte mit seinem dritten Einsatz als 007 zurück und alleine dass man Guy Hamilton durch Lewis Gilbert – der bereits den besten Film mit Sean Connery ablieferte – ersetzte sollte sich als richtige Entscheidung herausstellen. Die Chemie zwischen Moore und Barbara Bach als Major Anya Amasova ist eine der besten der gesamten Reihe, die Eröffnungssequenz bei der die Erwartungen der Zuschauer schön untergraben werden ebenfalls – alleine der Ski-Sprung über die Klippe lässt einen laut aufjubeln – und die Kirsche auf dem Eisbecher ist dann der Titelsong von Carly Simon und der fantastische Score von Marvin Hamlisch der mit den meisten vergangenen Melodien von John Barry den Boden aufwischt. Curd Jürgens als Karl Stromberg ist als Gegenspieler vielleicht weniger flashy als Yaphet Kotto und Christopher Lee aber gerade in seiner unterkühlt-freundlichen Art unglaublich bedrohlich und gewissenlos – verdammt nochmal: Lass den beiden armen Wissenschaftlicher doch ihre 20 Millionen Dollar! -, man bekommt das erste Mal Richard Kiel als Beißer und auch Shane Rimmer als Commander Carter mag man ab der ersten Sekunde. Von Anfang bis Ende wird man gefesselt, es gibt wunderschöne Orte die man bereist wie die Pyramiden von Gizeh und die Ruinen von Karnak, U-Boote gehen in Filmen auch immer klar und im Finale wird auch noch ordentlich in einem gigantischen Tanker – der ganze U-Boote frisst – rumgeschossen und alle paar Sekunden fliegt irgendwas in die Luft. Die Sets von Ken Adam sind wie nicht anders zu erwarten ein Augenschmaus und selbst der Humor zündet in den meisten Fällen – und wird von Hamlisch sogar in einer Szene musikalisch getoppt. James Bond 007 – Der Spion, der mich liebte ist einer der besten Filme innerhalb der Reihe, jedes Zahnrad greift perfekt ineinander, Barbara Bach ist großartig neben Moore und eine starke Szene reiht sich an die nächste. Da war es fast logisch, dass man nach dem Meer für das nächste Abenteuer den Weltraum ins Auge fasste.