JAMES BOND 007 – DER MANN MIT DEM GOLDENEN COLT (Guy Hamilton – 1974)
Darsteller: Roger Moore, Christopher Lee, Britt Ekland, Maud Adams

In der fast gewohnten Tradition kam James Bond 007 – Der Mann mit dem goldenen Colt nur ein Jahr nach dem letzten Abenteuer heraus, Guy Hamilton machte es sich weiter auf dem Regiesstuhl bequem ebenso wie Tom Mankiewicz – der nach James Bond 007 – Diamantenfieber das Drehbuch abermals mit Richard Maibaum schrieb – und auch John Barry komponierte wieder den Score. Roger Moore kehrte als Bond zurück und trat gegen den großen Christopher Lee als Francisco Scaramanga – ein Name bei dem man nur mit der Zunge schnalzen kann – an und alles riecht eigentlich nach einem starken Film in der direkten Tradition eines anderen goldenen Film der Reihe. Leider macht man am Ende viel mehr falsch als richtig, Lee wirkt fast verschenkt und dominiert trotzdem jede seiner wenigen Szenen, Britt Ekland und Maud Adams zwei schwache Bond-Girls zum Preis von einer und Soon-Taik Oh als Bond-Verbündeter Hip weiß trotz allem zu gefallen. Die Geschichte wie auch der Plan von Scaramanga ist auch ein Hauch von Nichts, es gibt einer der schwächsten Titellieder überhaupt und trotzdem gibt es durchaus Momente die das Potenzial zu einem guten Film aufzeigen: Das schiefe Versteck des britischen Geheimdienst innerhalb eines Schiffswracks ist ein fantastisches Set, eine Verfolungsjagd mit Bond und Clifton James als J. W. Pepper in seinem zweiten Auftritt ist unterhaltsam und es gibt sogar Martial-Arts. Aber es gibt auch einfach zu wenig Scaramanga und das verzeiht man James Bond 007 – Der Mann mit dem goldenen Colt vielleicht einfach nicht. Da war es fast logisch, dass man sich dieses Mal drei Jahre zeit ließ für den nächsten Teil, aber dann sollte man mit einem großen Knall zurückkommen.