JAMES BOND 007 – MAN LEBT NUR ZWEIMAL (Lewis Gilbert – 1967)
Darsteller: Sean Connery, Akiko Wakabayashi, Mie Hama, Tetsurō Tamba

Nach dem fast schon durchwachsenen – oder eher: unrunden – James Bond 007 – Feuerball fühlt sich James Bond 007 – Man lebt nur zweimal wieder deutlich besser an und ist vor allem von Anfang bis Ende einfach nur unterhaltsam wie fast kein Film der Reihe davor. Über die Transformation von Bond zum Japaner kann man durchaus streiten – und gebraucht hätte man es nicht wirklich -, aber Sean Connery gibt in seinem zu dem Zeitpunkt letzten Einsatz für den Geheimdienst Ihrer Majestät nochmal alles, Japan ist eigentlich immer ein tolles Setting, mit Akiko Wakabayashi spielt sich eine weitere Darstellerin nicht nur in das Herz von 007, sondern auch in das der Zuschauer und auch Tetsurō Tamba als Chef des japanischen Geheimdienstes Tiger Tanaka ist ein sehr erfrischender Neuzugang. Dazu bekommen wir endlich mal Ernst Stavro Blofeld zu sehen, obwohl man den damaligen kritischen Stimmen durchaus zustimmen kann, dass Donald Pleasence ein wenig die Bedrohlichkeit abgeht – und mit Charles Gray in einem tollen Kurzauftritt als Dikko Henderson haben wir sogar einen späteren Blofeld-Darsteller. Es gibt Action ab der ersten Sekunde, eine überraschende Pre-Credits Scene, Luftkämpfe mit einem Autogyro namens Little Nellie und im großen Finale dringen Ninjas in ein Vulkanversteck ein: Einfach nur toll! Lewis Gilbert stellte sich also durchaus als passende Wahl für den Regieposten heraus und sollte die Reihe sogar noch zwei weitere Teile mit einem anderen Darsteller beschenken. Aber bis dahin ging Connery erstmal in den ersten Ruhestand und überließ das Feld einem australischen Dressman: Für den Geheimdienst Ihrer Majestät!