DIE ERSTEN 9 1/2 WOCHEN (Alex Wright – 1998)
Darsteller: Paul Mercurio, Clara Bellar, Malcolm McDowell, Frederic Forrest

Hatte der ein Jahr vorher veröffentlichte 9 1/2 Wochen in Paris mit Mickey Rourke zumindest noch eine richtige Verbindung zum ersten Film, ist Die ersten 9 1/2 Wochen eigentlich nur ein Film der Reihe dem Titel nach, hätte auch anders heissen können und dauert innerhalb der Handlung auch nicht mal sieben Tage – und doch ist er wenigstens nicht so komplett unausstechlich und grauenhaft wie die beiden Rourke-Filme. Paul Mercurio als Hauptdarsteller ist schwach und seine Figur vor allem zum Ende hin schlicht ein ziemlicher Trottel, Clara Bellar gibt ihrer Emily Dubois einen leichten Pre-Audrey-Tautou-Anstrich was fast ein bisschen erfrischend ist und Malcolm McDowell hatte wohl einfach eine gute Zeit in New Orleans. Die Geschichte ist vergessenswert und hätte auch gut in einen Porno gepasst, die Softcore-Szenen sind überraschend nett anzuschauen und der Twist am Ende kann einen duchaus überraschen und zum lachen bringen. Was einem aber am meisten aufstößt ist das fast vollständige Fehlen jeder Art von Ausleuchtung was Szenen immer wieder so dunkel aussehen lässt dass man am liebsten Regisseur Alex Wright eine verpasst hätte. Die ersten 9 1/2 Wochen ist ein unterdurchschnittlicher Erotik-Thriller mit einer dummen Hauptfigur, nervigen Jazz-Gedudel, aber doch etwas besser als die bekannteren ersten beiden Filme.