OPERATION FINALE (Chris Weitz – 2018)
Darsteller: Oscar Isaac, Ben Kingsley, Mélanie Laurent, Peter Strauss

Auf dem Papier hat Operation Finale das Potenzial ein ziemlich guter Blick auf die Entführung von Adolf Eichmann durch ein Mossad-Team in Argentinien zu werden und am Ende kommt Chris Weitz nicht über ein solides Mittelmaß hinaus. Ben Kingsley würde die Rolle des Adolf Eichmann wahrscheinlich mit verbundenen Augen spielen – was er in dem Film auch lange Zeit tut -, Oscar Isaac als Mossad-Agent Peter Malkin ist ebenfalls gut und auch die anderen Darsteller wie Nick Kroll, Haley Lu Richardson und Lior Raz mache ihre Sache zufriedenstellend. Einzig Mélanie Laurent bleibt blass und Joe Alwyn ist als Klaus Eichmann fast unerträglich – was aber auch seiner Rolle geschuldet ist. Es gibt hier und da spannende Einzelszenen, ein Finale das man schon gefühlt schon tausendmal gesehen hat – stark in Argo und selbst in Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück im Vergleich besser – und einen über jeden Zweifel erhabenen Score von Alexandre Desplat. Operation Finale ist ein Paradabeispiel für einen Historienfilm der sich an die bekannten Versatzstücke klammert, keinen Millimeter davon weggewebt, hier ein bisschen Argo in nicht so gut, da ein bisschen München in nicht so gut und fertig ist ein Film bei dem man sich nicht langweilt, den man aber so in der Art schon viel zu oft gesehen hat.