MEAN GUNS – KNAST OHNE GNADE (Albert Pyun – 1997)
Darsteller: Christopher Lambert, Ice-T, Michael Halsey, Deborah Van Valkenburgh

Es ist fast ein bisschen witzig dass man sehr schenll merkt, dass Albert Pyun im Jahr 1997 Mean Guns – Knast ohne Gnade wohl in einem Rutsch mit Blast: Das Atlanta-Massaker gedreht hat denn man erkennt das Twin Towers Correctional Facility in Los Angeles ab der ersten Sekunde – und spätestens wenn man die Überwachungskameras sieht -, die Wände und der Boden sind weißer als weiß und dass das den ganzen Film über nicht anders wird ist der ganz große Knackpunkt an dem Film, denn man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: 100 böse Buben und Ladys werden von einem noch böseren Gangsterboss in einen Knast gesteckt bevor er am nächsten Tag eröffnet wird, die drei letzten Überlebenden teilen am Ende 100 Millionen Dollar unter sich auf und obwohl direkt Waffen und Munition in die wartene Menge geworfen werden sieht man niemals auch nur einen Milliliter Blut. Mean Guns – Knast ohne Gnade hätte in der Theorie das Potenzial gehabt ultrabrutale Knast-Action zu werden, aber nicht mit Albert Pyun der das gesamte Budget wohl in die Bezahlung von Christopher Lambert und Ice-T gesteckt hat. Aber irgendwie hat das alles auch einen seltsamen eigenen Charme, es wird viel geboxt, geschlagen, geschossen, gehauen und leider auch gelabert, die Ausleuchtung ist eine komplett Katastrophe und viel zu heftig so dass man sich die meiste Zeit wie in einem blaugefärbten Traum fühlt und gegen Mean Guns – Knast ohne Gnade ist Blast: Das Atlanta-Massaker fast gut. Außerdem waren Yuji Okumoto und Thom Mathews als Hoss und Crow doch irgendwie unterhaltsam.