KIMI (Steven Soderbergh – 2022)
Darsteller: Zoë Kravitz, Byron Bowers, Jaime Camil, Erika Christensen

Steven Soderbergh hat es mit Kimi wirklich hinbekommen endlich wieder einen wirklich starken Film zu drehen – die Formkurve ging ja bereits davor mit dem guten Let Them All Talk und dem sehr guten No Sudden Move wieder nach oben – und lässt ihm vor allem wie einen richtigen Film aussehen und hätte gerade bei der von Computern, Handys und einer Alexa-Variante namens Kimi dominierten Geschichte wieder locker auf sein iPhone als Ersatz für die eingesetzte Red Komodo zurückgreifen können. Die Geschichte ist dabei eine schöne Variante von Das Fenster zum Hof, Zoë Kravitz überzeugt als Hauptdarstellerin in der Rolle der unter Agoraphobie leidenen Angela die während der COVID-19-Pandemie in Seattle als technische Analytikerin für ein High-Tech-Unternehmen arbeitet nicht nur mit ihrem Stil zu Laufen und sich zu bewegen, die Spannung nimmt mit jeder neuen Facette zu, endet dabei in einem leicht überraschenden Finale in der Wohnung von Angela und es ist einfach befriedigend dass Soderbergh doch nichts von seinem Können als Filmemacher verloren hat. Kimi ist aber vielleicht auch ein Film den man mögen muss, aber auch mögen sollte, denn er ist schon richtig stark.