EINS, ZWEI, DREI (Billy Wilder – 1961)
Darsteller: James Cagney, Liselotte Pulver, Horst Buchholz, Pamela Tiffin

Was ist das doch für ein gigantischer Spaß den Billy Wilder da in Form von Eins, zwei, drei auf den Zuschauer loslässt: Eine witzige wie stellenweise bitterböse Satire auf den damals aufkochenden Kalten Krieg und mit einem Tempo ausgestattet dass es eine wahre Freude ist. James Cagney als Direktor der Coca-Cola-Filiale in West-Berlin der auf die Tochter seines Bosses in Atlanta aufpassen muss ist dabei ebenso großartig wie Horst Buchholz als stolzer kommunistischer Verlobter der von Pamela Tiffin gespielten Tochter und ein Szenendieb ist Hanns Lothar als preußisch korrekter Schlemmer der seinen Chef mit seinen permananten Hackenknallen in den Wahnsinn treibt. Dazu kommen weitere Zutaten wie ein Tabledance mit politischer Pointe, eine wilde Verfolgungsjagd durch Ost-Berlin, eine Adoption durch einen verarmten Adligen und im Grunde kommt man ab der ersten Sekunde nicht mehr aus dem Lachen heraus. Auf jeden Fall einer der besten Filme von Billy Wilder – und Wilder hatte viele großartige und starke Filme.