INTERCEPTOR (Matthew Reilly – 2022)
Darsteller: Elsa Pataky, Luke Bracey, Aaron Glenane, Belinda Jombwe

Wenn man gar nicht mehr aus dem Kopfschütteln herauskommen möchte, dann macht man mit Interceptor wenige falsch – und eine Art von aggressive Gänsehaut bekommt man gratis dazu. Die dumme Geschichte könnte man dem Film locker verzeihen wenn man eine sympathische Hauptfigur hätte, aber Elsa Pataky – mehr Ehefrau von Chris Hemsworth als ernsthafte Schauspielerin – fehlt neben dem darstellerischen Talent vor allem jegliches Charisma, Luke Bracey ist als Bösewicht eine ebenbürtige Niete, die Dialoge sind mit hochnotpeinlich noch nett umschrieben und am schlimmsten fällt wirklich die Action auf: Matthew Reilly ist auf dem Regiestuhl ebenso fehlplaziert wie Rowan Maher als Editor, es fehlt komplett der Impact der Aktionen wie auch eine Übersicht und man darf sich ruhig die Frage stellen was Maher die ganze Zeit im Schneideraum getrieben hat, denn am Schnitt gearbeitet hat er sicher nicht sondern eher ohne Sinn und Verstand Bilder aneinander getackert. Interceptor mag von der Kamerarbeit von Ross Emery nicht danach aussehen, ist aber Hochglanz-Trash in seiner schlimmsten Form und hätte mit einem Steven Seagal in der Hauptrolle bestimmt nicht schlechter funktioniert wie mit einer Elsa Pataky – einen Pferdeschwanz haben auf jeden Fall beide zu bieten. Ganz ehrlich: Interceptor ist genau so beschissen wie seine Hauptdarstellerin – und wieviel in diesem Kackfilm gelabert wird!