SIEBEN TAGE IM MAI (John Frankenheimer – 1964)
Darsteller: Burt Lancaster, Kirk Douglas, Fredric March, Ava Gardner

Twilight Zone-Mastermind Rod Serling lässt in seinem Drehbuch zu Sieben Tage im Mai eine stark an Julius Cäsar erinnernde Verschwörung hoher Militärs gegen den US-Präsidenten los und mit John Frankenheimer auf dem Regiestuhl sowie hochkarätig mit Burt Lancaster – der im gleichen Jahr mit Frankenheimer auch den großartigen Der Zug herausbrachte -, Kirk Douglas, Fredric March, Edmond O’Brien, Martin Balsam und Andrew Duggan besetzt kann sich der fertige Film von Anfang bis Ende sehen lassen. Die beiden Hochkaräter Douglas als Aufdecker der Verschwörung und Lancaster als eindrucksvoll bedrohlicher Strippenzieher mit großen Machtphantasien lassen dabei dem anderen Darstellern genug Raum sich zu entfalten und nebem March als US-Präsident – dessen Abrüstungsgespräche mit den Sowjets ihn so gefährlich für manche Leute im Pentagon machen – kann vor allem Edmond O’Brien als trinkfester demokratischer Senator überzeugen der einer geheimen Basis der Verschwörer auf die Schliche kommt. Dabei ist Sieben Tage im Mai aber deutlich weniger actionlastig als man denken könnte, sondern bezieht seine Spannung vor allem aus den Gesprächen aller Beteiligten untereinander und wie sich die Verschwörung vor dem von Douglas gespielten Colonel Casey immer weiter auffächert. Wer an spannenden Polit-Thrillern mit starken Schaupsielleistungen seine Freude hat, macht mit Sieben Tage im Mai am Ende also verdammt viel richtig und bekommt einen der stärksten Regiearbeiten von Frankenheimer serviert.