IN DEN FESSELN VON SHANGRI-LA (Frank Capra – 1937)
Darsteller: Ronald Colman, Jane Wyatt, Edward Everett Horton, John Howard

In der heutigen – oft von Zynismus zerfressenen – Gesellschaft wirkt ein Film wie In den Fesseln von Shangri-La fast naiv mit seinem Ort namens Shangri-La welcher irgendwo im Himalaya verborgen liegt und einer wunderschönen wie friedlichen Utopie gleicht. Auf der anderen Seite konnte vielleicht zu der damaligen Zeit auch niemand solche Filme wie eben Frank Capra drehen, mit dieser gehörigen Portion Sozialkritik die viele seiner Filmen beiwohnte und der Juwelen wie Lebenskünstler, Mr. Smith geht nach Washington oder auch Ist das Leben nicht schön? hervorbrachte. An die Klasse dieser Filme kommt In den Fesseln von Shangri-La auch nicht ganz heran, was vor allem an dem Anfang liegt bis die beteiligten Personen endlich in Shangri-La quasi bruchgelandet sind. Aber ab diesem Punkt entwickelt der Film dank dem Cast rund um Ronald Colman, H.B. Warner, Thomas Mitchell, Isabel Jewell, Margo und einem großartiger Sam Jaffe als „der Hohe Lama“ doch eine gewisse Fazination mit wunderschönen Momenten die beim Zuschauer wirklich den Wunsch auslösen können ein Teil von Shangri-La zu werden. Man kann also schon verstehen woher die Fazination für den Film erkommt und wird zum Ende hin sogar auf eine Person richtig wütend wenn diese wieder in die reale Welt zurück möchte statt in diesem Garten Eden zu leben und damit eine andere Person mit in den Abgrund reißt.