BANKKRACH IN AMERIKA (Frank Capra – 1932)
Darsteller: Walter Huston, Pat O’Brien, Kay Johnson, Constance Cummings

90 Jahre auf dem Buckel und Bankkrach in Amerika – auch bekannt als Der Tag, an dem die Bank gestürmt wurde – hat nichts von seiner sozialkritischen Note verloren: Die leicht seltsam anmutende Nebengeschichte rund um in den von Gavin Gordon gespielten Cyril Cluett – der für ein Alibi auf Tuchfühlung mit der von Kay Johnson gespielten Ehefrau seines Chefs in der Bank geht – ist nur ein kleiner Stolperstein in diesem knackig erzählten Blick auf eine Bank während der Great Depression, die innerhalb von weniger Stunden von ihren Kunden überrannt wird und droht in schwere finanzielle Probleme zu stürzen. Frank Capra verleiht wieder dem – mehr oder weniger – kleinen Mann eine Stimme im Kampf gegen höhere Mächte und Walter Huston als Direktor einer Bank nimmt diese Rolle dankend an, während Kay Johnson als seine Ehefrau ebenso überzeugen kann wie Pat O’Brien und Constance Cummings als Angestellte der Bank. Vor allem während des Höhepunktes wenn die Bank von ihren Kunden gestürmt wird – dem vorrausgehend geht eine erschreckend aktuelle Szene in dem man sieht passiert wenn ein Sachverhalt durch Gespräche immer weiter aufgebauscht wird – entwickelt Bankkrach in Amerika eine so großartige Wirkung, dass man aus dem Grinsen fast nicht mehr herauskommt und auch Huston läuft hier richtig zu Hochform auf. Im Schaffen von Capra vielleicht weniger bekannt, braucht sich der Film also nicht vor seinen großen Werken verstecken – ganz im Gegenteil.