DER STOFF, AUS DEM DIE HELDEN SIND (Philip Kaufman – 1983)
Darsteller: Sam Shepard, Scott Glenn, Ed Harris, Dennis Quaid

Mit einer Laufzeit von drei Stunden könnte Der Stoff, aus dem die Helden sind zu einer unglaublich zähen Angelegenheit werden, aber was Philip Kaufman da am Ende hinaubert ist alle Ehren wert und keine Sekunde zu lang oder verschwendet. Vom ersten Überschallflug bis zum Ende des Mercury-Programms werden die wichtigsten Stationen der amerikanischen Eroberung des Weltraums geschildert und vor allem die Darsteller machen ihre Sache stellenweise großartig: Sei es nun Ed Harris dem als John Glenn – der als erster Mensch die Erde in einem Raumschiff umkreiste – die stärkste und epischste Moment gehört; Dennis Quaid, Scott Glenn und Fred Ward als weitere Astronauten der Mercury Seven; Mary Jo Deschanel als Annie Glenn die wunderbar im Zusammenspiel mit Harris ist; und natürlich ein großartiger Sam Shepard der für seine Darstellung des Testpiloten Chuck Yeager zurecht eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller erhielt und der mit Abstand coolste Typ weit und breit ist. Dazu passt dann auch der Score von Bill Conti – der Bond-Kollege John Barry ersetzte -, wobei dieser spielend zwischen epischen Melodien und leisen Tönen wechselt und vor allem am Anfang bei den Szenen mit Yeager sogar an Vangelis erinnert. Der Stoff, aus dem die Helden sind ist ein starker Blick auf die Anfänge der bemannten amerikanischen Raumfahrt, mit fast epischen Momenten, großartigen Darstellerleistungen und jede Sekunde wert ausgekostet zu werden.