PATTY HEARST – SCHREIE IM DUNKEL (Paul Schrader – 1988)
Darsteller: Natasha Richardson, William Forsythe, Ving Rhames, Frances Fisher

Man kann sich schon die Frage stellen, was vielleicht ein Regisseur wie Oliver Stone mit der Geschichte der entführten Patty Hearst die sich der Symbionese Liberation Army (SLA) anschloss angestellt hätte, denn unter einem Paul Schrader kommt Patty Hearst – Schreie im Dunkel nur selten über solides Mittelmaß hinaus und wird nach der interessanten Phase der Entführung sowie der Gefangenschaft von Hearst – hier wird der Film wahrscheinlich das erste und einzige Mal optisch wirklich bemerkenswert wenn man die Entführer nur schemenhaft und vor weißen Lichthintergrund wahrnehmen kann – nach 30 Minuten für die nächste halbe Stunde richtig zäh und bis auf eine trotz allem starke Natasha Richardson und den dauerstreitenden William Forsythe und Frances Fisher als Terroristen-Ehepaar Harris erinnert man sich am Ende kaum noch an eine Figur. So verschenkt Patty Hearst – Schreie im Dunkel eine Menge Potenzial welches von Geschichte und Cast ausgeht und es ist fast ein bisschen ärgerlich.