FRAUEN AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS (Pedro Almodóvar – 1988)
Darsteller: Carmen Maura, Antonio Banderas, Julieta Serrano, María Barranco

Hat man die ersten etwas zähen 20 Minuten überstanden, bekommt man von Pedro Almodóvar gebau das was der Titel verspricht: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Dabei gehört die Bühne voll und ganz seinen Darstellerinnen – und sei es nun Carmen Maura, die wunderbare María Barranco, Rossy de Palma – die die meiste Zeit weggetreten auf einer Gartenliege verbringt – oder im großen Finale Julieta Serrano: Es ist ein wahrer Genuss dem fast schon heillosen menschlichen Chaos das in der Wohnung der Hauptfigur nach und nach ausbricht zuzusehen. Aber auch an einem jungen Antonio Banderas kann man seine Freude haben und Guillermo Montesinos als Taxifahrer neben Barranco ein weiteres Highlight. Außerdem kann man sich an dem für Almodóvar typischen farbigen Setdesign nicht satt sehen, in fast jeder Szene erkennt man irgendwas rotes und man bekommt definitiv Lust auf Gazpacho. Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs ist ein Film der fortlaufenden Eskalation bei dem aber so gut wie jede auftretende Figur perfekt passt und vor allem Maura und Barranco kann man nicht anders als ins Herz schließen.