NIGHTMARE ALLEY (Guillermo del Toro – 2021)
Darsteller: Bradley Cooper, Cate Blanchett, Rooney Mara, Willem Dafoe

Wenn Nightmare Alley eine Sache richtig stark macht, dann ist es das Zusammenspiel der Kameraarbeit von Dan Laustsen mit dem Setdesign von Tamara Deverell und Shane Vieau sowie dem Score von Nathan Johnson und beim alleinigen Blick auf das im schönsten Art déco ausgestatteten Büro der von Cate Blanchett verkörperten Dr. Lilith Ritter möchte man diesen Raum gar nicht mehr verlassen. Auch das anfängliche eintauchen in die Welt des Wanderjahrmarktes hat seinen eigenen Charme und hier merkt man auch am ehesten das Potenzial des Filmes und die Stärke von Guillermo del Toro als Filmemacher. Leider verliert Nightmare Alley aber mit dem einsetzen der Hauptgeschichte nach einem Zeitsprung von zwei Jahren einiges an Interesse und weiß erst mit den letzten 20 Minuten wieder die Kurve zu bekommen, denn wie seine Hauptfigur blendet auch der Film seinen Zuschauer die meiste Zeit, lenkt ihn mit kleinen Gesten und vielen Worten davon ab einfach zu gehen und da bringt einem auch der Cast rund um Bradley Cooper, Cate Blanchett, Rooney Mara, Willem Dafoe, Toni Collette, Richard Jenkins und David Strathairn nicht viel – auch wenn vor allem Collette und Strathairn in der Jahrmarkt-Episode mehr als nur sehenswert sind und mehr Zeit verdient gehabt hätten. Im dirkten Vergleich wieder etwas besser als Shape of Water – Das Flüstern des Wassers, aber auch kein Vergleich zu Crimson Peak der deutlich besser in die Untiefen der menschlichen Wesen eindzudringen wusste.