THE KING’S MAN: THE BEGINNING (Matthew Vaughn – 2021)
Darsteller: Ralph Fiennes, Harris Dickinson, Gemma Arterton, Rhys Ifans

Blieb bereits mit Kingsman: The Golden Circle das Sequel zum unterhaltsamen Kingsman: The Secret Service hinter diesem und seinen Möglichkeiten zurück, ist das – mehr oder weniger – Prequel The King’s Man: The Beginning nochmal deutlich schwächer und hat rein gar nichts mehr vom Charme der Hauptfilme in sich. Die Figuren – vor allem der von einem vergessenswerten Harris Dickinson gespielten Conrad Oxford – sind nicht besonders sympatisch oder interessant, historische Persönlichkeiten fungieren rein als Namedropping-Material – obwohl Rhys Ifans als Rasputin schon ein kleines Highlight darstellt -, die Effekte sind stellenweise schauderhaft und die meiste Zeit herrscht gähnende Langeweile sowie das Gefühl, dass es den kompletten Film eigentlich nur wegen der allerletzten Szene gibt. Was den Film am Ende vor dem Absturz in die komplette Belanglosigkeit zu retten vermag ist Ralph Fiennes der einfach jeden Film irgendwie aufwertet und das Finale bei dem endlich mal sowas wie Spannung aufkommt und bei dem die sträflich vernachlässigten Gemma Arterton und Djimon Hounsou ein bisschen mehr zeigen dürfen – die beiden haben im Zusammenspiel mit Fiennes sowie Aaron Taylor-Johnson auch durchaus Potenzial für einen besseren zweiten Teil. Außerdem gibt es eine nette Post-Credit-Szene.