TEXAS CHAINSAW MASSACRE (David Blue Garcia – 2022)
Darsteller: Sarah Yarkin, Elsie Fisher, Nell Hudson, Olwen Fouéré

Mit dem Drehbuch zum inzwischen neunten Teil der Texas Chainsaw Massacre-Reihe stellt sich Fede Álvarez deutlich besser an als davor mit dem missglückten Verschwörung und knüpft fast an seine Glanzwerke Evil Dead und Don’t Breathe an – auch wenn er hier nicht die Regie übernahm, sondern diese David Blue Garcia überließ. Wie in aktuellen Fortsetzungen zu Horrorfilmen fast gewohnt ignoriert auch Texas Chainsaw Massacre die dem Original nachfolgenden Teile sondern führt die ursprüngliche Geschichte – ähnlich wie Texas Chainsaw 3D – weiter und weiß dabei dank einer knackigen Laufzeit von 81 Minuten durchaus zu gefallen. Sarah Yarkin und Elsie Fisher machen ihre Sache in einem schön diversen Cast voller Kanonenfutter – vielleicht mit Ausnahme von Moe Dunford – vor allem im Finale sehr gut, Garcia arbeitet mit einer überraschend guten Härte – die in einer fantastischen Sequenz in einem Reisebus mündet die einem das Gore-Herz höher schlagen lässt – und ordentlich viel Blut, Gekröse und durchtrennte Körperteile bietet, Yarkin bekommt jetzt schon einen der besten Einstellungen des Jahres spendiert und selten wurde ein Sonnenblumenfeld so stimmungsvoll eingefangen wie es Kamermann Ricardo Diaz gelingt bei der auch die Musik von Colin Stetson ihren Teil dazu bei trägt. So ist Texas Chainsaw Massacre mit Leichtigkeit der zweitbeste Eintrag im Franchise – was aber auch zugegeben nicht so schwierig war -, serviert dem Zuschauer eine gute Schlachtplatte mit zwei gut aufspielenden Darstellerinnen und war am Ende vielleicht sogar unterhaltsamer als man mit Blick auf die letzen Teile vermutet hätte.