GHOSTBUSTERS: LEGACY (Jason Reitman – 2021)
Darsteller: Carrie Coon, Finn Wolfhard, Mckenna Grace, Paul Rudd

Scheiterten sowohl Ghostbusters II wie auch die 2016-Version Ghostbusters auf einem guten Niveau daran in die Fußstapfen des ersten Films zu treten, brauchte es erst Jason Reitman als Regisseur und Drehbuchautor – hier gemeinsam mit Gil Kenan – der endlich wieder zu alter Stärke seiner ersten Filme zurückgefunden hat und mit Ghostbusters: Legacy eine mehr als würdige Fortsetzung auf der Leinwand entfesselt. Wie nicht anders zu erwarten nimmt er bekannte Versatzstücke der Reihe und verschmilzt sie mit seiner eigenen Stärke Figuren auf ihrem ganz eigenen Weg zu sich selbst zu begleiten und so Emotionen zu erzeugen ohne dass es in Kitsch ertränkt wird – und natürlich spielt auch wieder das Thema Familie einen große Rolle. Dabei kann er fast blind auf seine Hauptdarstellerin Mckenna Grace vertrauen die nach Troop Zero abermals einen Film mit Leichtigkeit tragen kann und auch die restlichen Darsteller rund um Carrie Coon, Paul Rudd, Logan Kim, Finn Wolfhard und Celeste O’Connor tragen ihren nicht unwichtigen Teil dazu bei. Ja: Der Film braucht ein bisschen um richtig in Fahrt zu kommen, aber sobald er in die Spur gefunden hat, läuft er bis zum emotionalen Finale auf Hochtouren, nimmt den Zuschauer durch alle möglichen Emotionen, bringt sie zum lachen und zum weinen – solange man kein Herz auf Stein hat – und setzt seine Effekte genau dann ein wo sie am besten passen ohne dass Figuren und Geschichte davon erdrückt werden. Denn die große Stärke von Ghostbusters: Legacy neben seiner Hauptdarstellerin, dem Nebencast mit einigen sehr schönen Kurzauftritten – wie z. B. Bokeem Woodbine als Sheriff – und der tollen Musik von Rob Simonsen sind seine kleinen schönen Momente und vor allem: Seine Herzlichkeit, sein Humor und dem tiefen Respekt des Sohnes Jason Reitman vor dem Vater Ivan Reitman den man immer wieder spüren kann.