OSS 117 – LIEBESGRÜSSE AUS AFRIKA (Nicolas Bedos – 2021)
Darsteller: Jean Dujardin, Pierre Niney, Wladimir Yordanoff, Fatou N’Diaye

Für Hubert Bonisseur de La Bath aka OSS 117 ist das Jahr 1981 – und damit die wilden 80er Jahre – angebrochen und man merkt OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika schon an, dass sich mit Ausnahme von Jean-François Halin als Drehuchator das Team hinter der Kamera verändert hat: Nicolas Bedos mag als Regisseur nicht ganz so elegant arbeiten wie Michel Hazanavicius bei den bei den Vorgängern, die Musik von Bedos und Anne-Sophie Versnaeyen etwas weniger gut hörbar wie die von Ludovic Bource, aber die Kamerarbeit von Laurent Tangy bildet einen schönen Kontrast zu der von Guillaume Schiffman und erinnert teilweise an Der Profi. Dabei ging die Zeit nicht spurlos an OSS 117 vorbei, die 80er sind nicht mehr die 50er und stellenweise wirkt er wie ein Dinosaurier, aber es gibt auch immer wieder schöne Momente der Weiterentwicklung der Figur und der von Pierre Niney vorzüglich gespielte Serge aka OSS 1001 ergänzt sich ganz wunderbar mit Jean Dujardin und hat stellenweise die besten Szenen für sich gebucht. Am Ende kein Vergleich zu den beiden ersten Filmen, nicht ganz so humorvoll, aber dank Dujardin, Niney und Fatou N’Diaye noch immer ein sehr guter Agentenfilm mit durchaus feinen und kritischen Untertönen.