THE POWER OF THE DOG (Jane Campion – 2021)
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Kirsten Dunst, Jesse Plemons, Kodi Smit-McPhee

11 Jahre nach Bright Star – Meine Liebe. Ewig meldet sich Jane Campion wieder mit einem Spielfilm zurück, dann auch noch ein Western und am Ende ist The Power of the Dog eine formvollendete Adaption des 1967 erschienene Roman von Thomas Savage: Der großartig aufspielende Cast rund um Benedict Cumberbatch, Kirsten Dunst, Jesse Plemons und Kodi Smit-McPhee nehmen einen ab der ersten Sekunde gefangen und der Score von Jonny Greenwood ist da nur die Kirsche auf dem Eisbecher während Campion nach und nach eine Geschichte rund um zwei Brüder, eine Witwe und ihren Sohn, hinter aufgesetzter Maskulinität versteckter Homosexualität und zum Ende hin eine sehr klassische Rachegeschichte ausbreitet. Während Cumberbatch mit feinen Nuancen den welthassenden Rancher gibt und wie ein guter Kleber für den Film wirkt, gehört die Bühne anfänglich vor allem Jesse Plemons und Kirsten Dunst wobei sich vor allem Plemons abermals als wahres Juwel unter den Nebendarstellern herausstellt und Dunst wohl endlich zielsicher ihrer verdienten ersten Oscar-Nominierung entgegenspielt. Im Laufe entpuppt sich dann Kodi Smit-McPhee als weiterer starker Spielpartner für Cumberbatch und The Power of the Dog gewinnt ordentlich an Dramatik hinzu ohne dass es zu plakativ wirkt, während über allem diese wunderbare Musik von Greenwood schwebt die schön mit den Bildern von Ari Wegner harmonieren. Kein typischer Western, eine Geschichte die mit dem genau richtigen Tempo sich entfaltet und ein großartiger Cast: The Power of the Dog ist einfach von vorne bis hinten Filmkunst die einen mitreißen kann.