HANNIBAL (Ridley Scott – 2001)
Darsteller: Anthony Hopkins, Julianne Moore, Gary Oldman, Ray Liotta

Mit Hanibal versuchen Regisseur Ridley Scott und Drehbuchautor Steven Zaillian gar nicht erst einen zweiten Das Schweigen der Lämmer zu drehen, der Fokus verlagert sich fast vollständig auf Anthony Hopkins als Hannibal Lecter – auch wenn Julianne Moore als Clarice Starling eine gute Figur macht – und das ganze erinnert in seinen besten Momenten eher an eine gelungenere Version von Der talentierte Mr. Ripley was den italienischen Flair angeht. So ist die Geschichte zwischen Lecter und dem stark von Giancarlo Giannini gespielten Inspector Rinaldo Pazzi in Florenz dann auch der beste Teil, während Gary Oldman als Mason Verger etwas abfällt aber zumindest eine interessante Maske spendiert bekommen hat die sich sehen lassen kann. Die Gewaltspitzen sind stellenweise sehr heftig, es gibt Killer-Eber, eine große Opern-Szene, Ray Liotta wird Gast bei einem sehr speziellen Abendessen und all diese grundverschiedenen Elementen funktionieren fast überraschend gut. Dazu gibt es einen großartigen Score von Hans Zimmer, wunderschöne Bilder von John Mathieson die den Kontrast gegenüber Das Schweigen der Lämmer nochmal unterstreichen und Hannibal ist durch und durch ein sehr guter – in den Florenz-Szenen sogar starkter – Thriller.