CITY OF LIES (Brad Furman – 2018)
Darsteller: Johnny Depp, Forest Whitaker, Toby Huss, Dayton Callie

Es ist fast schmerzhaft, wie City of Lies auf dem Papier eine Menge Potenzial für eine spannende Aufarbeiteung der Morde an The Notorious B.I.G. und Tupac Shakur sowie dem Rampart Skandal bietet und am Ende rein gar nichts daraus macht – von einigen Lichtblicken abgesehen: Spannung kommt nur selten auf, die Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen fast willkürlich, Johnny Depp und Forest Whitaker spielen solide – aber auch ein bisschen Dienst nach Vorschrift – und es gibt stellenweise verdammt gute Nebendarstellerleistungen – wie die von Toby Huss als Detective Fred Miller, Shamier Anderson und Neil Brown Jr. als die korrupten LAPD Polizisten David „D. Mack“ Mack bzw. Rafael Pérez, Shea Whigham als Detective Frank Lyga im schönsten Undercover-Look und Rockmond Dunbar als FBI-Undercover-Agent mit Dreadlocks die in der Aufmachung beide wunderbar ihre eigene TV-Serie tragen könnten -, aber Brad Furman scheint seit dem sehr guten Der Mandant einfach nichts mehr auf die Reihe zu bekommen und so ist nach Runner Runner und The Infiltrator City of Lies ein weiter dröger Thriller nach einer wahren Geschichte dessen Einzelstücke nie zu einem wirklichen Ganzen zusammenpassen. Da möchte man doch lieber Farbe beim Trocknen zusehen.