BLIZZARD OF SOULS – ZWISCHEN DEN FRONTEN (Dzintars Dreibergs – 2019)
Darsteller: Oto Brantevics, Vilis Daudziņš, Ivars Krasts, Gatis Gāga

Basierend auf dem autobiographischen Roman von Aleksandrs Grīns kann Blizzard of Souls – Zwischen den Fronten von Dzintars Dreibergs vor allem in den bedrückenen Szenen im Schützengraben und im Niemandsland während des Kampfes der Letten zuerst gegen die Deutschen und später gegen die Russen überzeugen. Die Kamera von Valdis Celmiņš ist – wie bei solchen Filmen inzwischen fast gewohnt – nah bei den Figuren, der Score der US-amerikansichen Komponistin mit lettischen Wurzeln Lolita Ritmanis – die unter anderem für DC Serien und auch Animationsfilme wie Batman: The Killing Joke und Batman und Harley Quinn die Musik schrieb – ist mit seiner Bandbreite aus sanften Klängen und opulent in den Schlachszenen ein Genuss für die Ohren und Oto Brantevics gibt als Hauptdarsteller ebenfalls eine gute Figur ab. Trotzdem schafft es Dreibergs nicht wirklich die Figuren greifbar zu machen oder dass man sich für Arturs interessiert – abgesehen davon, dass man auf die Liebesgeschichte – die fast ganz zum Schluss nochmal für zwei Minuten aufgegriffen wird und die man bis dahin komplett vergessen hatte – gerne verzichten hätte können. So ist Blizzard of Souls – Zwischen den Fronten ein in den Kriegsszenen toll gefilmtes und großartig musikalisch begleitetes Drama, dass aber z. B. nicht die Wucht eines 1917 erreicht.