DAS VERMÄCHTNIS DES PROF. BONDI (Roger Corman – 1959)
Darsteller: Dick Miller, Barboura Morris, Antony Carbone, Julian Burton

Die besten Momente von Das Vermächtnis des Prof. Bondi – was für ein leicht dämlicher Titel für A Bucket of Blood, auch wenn man den dt. Verleih durchaus verstehen kann – sind die, die in der Künstlerkneipe stattfinden, denn es ist fast eine wahre Freude mit welchen Genuss Roger Corman hier ein stereotypisches Beatnik Café in Szene setzt, das aber vielleicht auch gar nicht so an der Realität vorbeischrammt. Dick Miller als Hauptdarsteller ist großartig und das gilt auch für Antony Carbone als Besitzer der Bar mit seiner fast schon klischeehaften Baskenmütze, Julian Burton als Poesiekünster mit dem dicksten Vollbart den man sich vorstellen kann, Ed Nelson als Art Lacroix – alleine der Name ist pures Gold – und der zauberhaften Barboura Morris. Die gruseligen Momente funtkionieren dagegen heute weit weniger gut und irgendwie hätte Corman vielleicht besser einen Film darüber gemacht wie Dick Miller in seiner Rolle des Walter Paisley nach und nach einen Besucher der Kneipe um die Ecke bringt. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die im Cool Jazz-Stil gehaltene Musik von Fred Katz die einem sofort ins Ohr geht.