MANK (David Fincher – 2020)
Darsteller: Gary Oldman, Amanda Seyfried, Lily Collins, Tom Pelphrey

Vielleicht ist Mank die bis jetzt schwächste Regiearbeit von David Fincher, das liegt aber auch eher am Drehbuch seines Vater Jack Fincher das vor allem in der ersten Hälfte nicht mehr als eine lose Anekdotensammlung ist in dem das Who’s Who der damaligen Welt von Hollywood bzw. Metro-Goldwyn-Mayer abgespult wird. In der zweiten Hälfte fängt sich der Film dann aber fast komischerweise, gewinnt an Fluss, Dramatik und weiß zu fesseln. Gary Oldman ist gut als Herman J. Mankiewicz, Tom Burke in seinem Kurzauftritt als Orson Welles nicht der Rede wert und über allem thront und überstrahlt Amanda Seyfried die als Marion Davies jede Szene in der sie auftritt zu etwas besonderem macht und an sich reißt. Die Bilder von Erik Messerschmidt sind wunderschön, der Score von Trent Reznor und Atticus Ross großartig und vielleicht der beste Filmscore den die beiden jemals komponiert haben und es ist irgendwie bedauerlich dass Mank am Ende nicht so stark wurde wie bei einem Film von Fincher erhofft.