DER HOFNARR (Melvin Frank, Norman Panama – 1955)
Darsteller: Danny Kaye, Glynis Johns, Basil Rathbone, Angela Lansbury

Fragt man sich am Anfang noch wohin Der Hofnarr von Melvin Frank und Norman Panama eigentlich möchte, entpuppt er sich spätenstens ab dem Augenblick wenn sich unser von Danny Kaye gespielter Hubert Hawkins als Giacomo – der nicht nur Hofnarr ist, sondern auch Auftragsmörder – ausgeben muss und auf dem königlichen Schloss einkehrt als sehr großer Spaß und bei der Ritterprüfung und der anschließenden Zeremonie mit dem Ritterschlag kommt man aus dem Lachen fast nicht mehr heraus, sondern es wird bis zum Duell zwischen Hawkins und Sir Griswold beibehalten. Kaye ist wunderbar in seiner Parodie auf die Darstellung von Errol Flynn in Robin Hood, König der Vagabunden, ebenso wie der wunderbare Basil Rathbone, der als Lord Ravenhurst eine ähnliche Rolle wie in Robin Hood, König der Vagabunden spielt und ebenfalls am Ende zum Fechtduell mit dem Helden antritt – und auch Glynis Johns ist eine wahre Bereicherung als Jungfer Jean. Sei es nun der Running-Gag mit dem Schnipsen oder die von Kaye vorgetragenen Lieder: Der Hofnarr ist ein großer Spaß, liebevolle Parodie und hat in seinen 65 Jahren nichts von seinem Witz und Charme eingebüßt.