HARRIET – DER WEG IN DIE FREIHEIT (Kasi Lemmons – 2019)
Darsteller: Cynthia Erivo, Leslie Odom Jr., Joe Alwyn, Janelle Monáe

Was für eine bittere Enttäuschung gemessen an den Möglichkeiten die man von der historischen Geschichte der Harriet Tubman eigentlich erwarten könnte: Cynthia Erivo ist zwar stark als Tubman die aus der Sklaverei flieht um dann später als Fluchthelferin in den Süden der USA zurückzukehren, aber unter der Regie von Kasi Lemmons geräht Harriet – Der Weg in die Freiheit zu einem 08/15-Biopic, komplett spannungsarm – ehrlich gesagt großenteils sogar richtig langweilig und dröge, bis auf Erivo und Leslie Odom Jr. kann man fast jede Figur nur noch wohlwollen als Parodie bezeichnen und der Score von Terence Blanchard kann eigentlich nur für einen komplett anderen Film im Jason-Bourne-Stil geschrieben wurden, so deplaziert wirkt er. Einzig gelungen ist dann tastsächlich auch das Ende wo man einen sehr kurzen Blick auf den weiteren Weg von Tubman als Kundschafterin der Unionstruppen im Sezessionskrieg bekommt und das ist am Ende dann interessanter als die kompletten zwei Stunden vorher und hätte das viel größere Pozential gehabt den Zuschauer von der Figur Harriet Tubman gefesselt zu werden – wenn auch bitte nicht unter der Regie von Kasi Lemmons.