Machen wir es so kurz wie möglich: China Salesman von Debütant Tan Bing ist chinesische Propaganda der übelsten – und schlechtesten – Sorte wie sie die Amerikaner wahrscheinlich selbst in den 80ern nie schlimmer hinbekommen hätten und springt so wirr zwischen Wirtschaftsthriller und Kriegsfilm hin und her, dass am ehesten noch der unglaublich schlecht geschnittene Kampf zwischen Mike Tyson und Steven Seagal in einer Bar ganz zu Anfang in Erinnerung bleibt weil man nicht glauben möchte was man da gerade mitansehen muss. Li Dongxue und Janicke Askevold sind als quasi Hauptdarsteller schauspielerische Totalausfälle, Tyson ist die meiste Zeit vor schlechten Greenscreen nicht weniger lächerlich und wenn in einer Szene die chinesische Flagge als Ersatz für die weiße Flagge bzw. die des Roten Kreuzes gebraucht wird, möchte man sich direkt in seinen Mund erbrechen. China Salesman ist ein filmisches wie darstellerisches Totaldesaster, dabei auch noch unverhohlen nationallistisch und rassistisch und wäre jedem US-Studio wahrscheinlich zu doof gewesen. Aber die im Vorspann genannten chinesischen Propagandastudios mit ihren zig Produzenten – wieder dauert der Vorspann volle zwei Minuten – müssen ja was für die Volksseele auf die Beine stellen und China als angebliche Friedensmacht darstellen die nichts als faire wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Rest der Welt wollen – wer es glaubt.