Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass man aus Im Netz der Gewalt vielleicht besser einen Piloten für eine TV-Serie gemacht hätte, denn die Chemie zwischen Thomas Jane als alter Hase und Luke Kleintank als Rookie in seiner ersten Nacht im Streifendienst in der Olympic Area von Los Angeles stimmt, es gibt einige schöne Einzelszenen und ein kleines Highlight sind Josh Hopkins und David Krumholtz die ebenfalls als Cops in der Nacht unterwegs sind und vor allem der von Hopkins gespielte Jack VanZandt ist nochmal eine ganz andere Hausnummer in seiner Auffassung von Recht und Ordnung. Darüber hinaus hat der Film von Joel Souza in seiner Mischung aus Kammerspiel in einem Ford Crown Victoria und realistischer Copstudie aber recht wenig Fleisch auf den Knochen und es schleicht sich immer wieder ordentlich Leerlauf hinein. Außerdem verschenkt der Film komplett seine beiden direkt am Anfang eingefügten und stark in Szene gesetzten Copkiller radikal und das nehme ich Souza fast am übelsten. Da fährt man mit Filmen wie Training Day oder End of Watch doch besser durch die Nacht.