Wie auch einie andere westliche Kollegen drehte Bille August zuletzt einen Film in China, besetzte eine der Hauptrollen mit einem doch bekannten (US)-Darsteller – in diesem Falle Emile Hirsch – und am Ende hat zwar auch The Hidden Soldier vor allem am Anfang die irgendwie typisch für chinesische Produktionen schauderhaften Effekte und komisch aussehende Greenscreen-Aufnahmen, weiß aber sobald die Geschichte sich in das kleine Dorf in China verlagert durchaus zu gefallen. Mulan-Hauptdarstellerin Liu Yifei ist sehr gut in der Rolle der Witwe mit einem kleinen Mädchen – deswegen auch der etwas schönere Alternativ-Titel The Chinese Widow – und auch Hirsch macht seine Sache gut als abgeschossener US-Pilot der im Haus von Ying versteckt wird. Der Score der deutschen Komponistin Annette Focks ist schön zurückgenommen und weiß zu gefallen, was auch für die vielleicht nicht künsterlisch atemberaubende, aber gute Kamerarbeit des Schweizer Filip Zumbrunn gilt. Die eigentliche Geschichte hat einen guten Fluss, wird zum Ende hin sogar packend und spannend und unter dem Strich bleibt ein – fast ein wenig überraschend – guter Gesamteindruck.