In erster Linie ist Outlaws – Die wahre Geschichte der Kelly Gang – die Rückkehr von Justin Kurzel in die australische Heimat nach Macbeth und Assassin’s Creed – ein rauer und dabei vor allem furztrockener Historienfilm – und zwar so trocken wie die Bilder von Ari Wegner der sich als wunderbarer Ersatz für Adam Arkapaw herausstellt. Man bekommt vielleicht kein Gefühl für die Figuren oder deren Geschichte, aber der Nebencast in Form von Russell Crowe, Nicholas Hoult, Charlie Hunnam, Essie Davis und Thomasin McKenzie weiß totzdem zu gefallen und das gleiche gilt auch für Hauptdarsteller George MacKay der eine ähnliche Rohheit wie Jack O’Connell ausstrahlt, aber trotz allem auch immer wieder eine unglaubliche Verletzlichkeit auszustrahlen vermag. So lässt Outlaws – Die wahre Geschichte der Kelly Gang vielleicht ein wenig von seinem Potenzial liegen um ein sehr guter Film zu werden, aber alleine der Cast macht den Film schon sehenswert, wenn man sich drauf einlässt, dass man mit dem Film keinen Spaß haben wird.