Als eine Art Nachfolgeprojekt zu Was geschah wirklich mit Baby Jane? – wieder mit Regisseur Robert Aldrich sowie Bette Davis und Joan Crawford – musste Crawford aber recht schnell krankheitsbedingt durch Olivia de Havilland ersetzt werden, was Wiegenlied für eine Leiche aber keinen Abbruch tut: Ein wunderbarer Psychothriller mit Gruselelementen und starken Leistungen von Davis, de Havilland und die oscarnominierte Agnes Moorehead als Haushälterin. Das Houmas-Herrenhaus in Louisiana bietet eine perfekte Kulisse, der Score von Frank De Vol findet die perfekte Mischung aus klassischen Hollywoodmelodien und Spannungsmusik und auch die Kameraarbeit von Joseph F. Biroc mit ihren Schatten- und Lichtspielen ist ebenfalls sehenswert. So ist Wiegenlied für eine Leiche am Ende ein spannendes Psychospielchen mit zwei starken Hauptdarstellerinnen und einem sehr schönen Finale.