Was Der Unsichtbare am Ende zu einem sehr guten Film macht, ist ganz klar Hauptdarstellerin Elisabeth Moss und mit einer anderen Darstellerin wäre die inzwischen dritte Regiearbeit von Leigh Whannell vielleicht schwächer, denn dem Film hätte eine knackigere Laufzeit von unter 2 Stunden durchaus besser zu Gesicht gestanden. Auf der anderen Seite ist das aber auch der einige wirkliche Kritikpunkt an dem Film, denn Whannell schafft es mit der fantastischen Moss die Geschichte des Unsichtbaren realistisch zu modernisieren ohne dass man auf die berühmten Bandagen, Hut und Trenchcoat zurückgreifen muss – aber durchaus darauf Bezug nimmt. Der Unsichtbare ist stellenweise sehr unangenehm, die Action- und Spannungssequenzen sind gut in Szene gesetzt – vor allem ein Kampf zwischen der von Moss dargestellen Cecilia und dem Unsichtbaren in der Kücke bzw. Wohnzimmer – und auch die eine oder andere Überraschung hat man in der Hinterhand. Ein sehr guter neuer „erster“ Eintrag im Dark Universe und man kann gespannt sein was für Einzelfilme sich dem noch dazugesellen werden – selbst einen Nachfolger zu Der Unsichtbare würde ich sofort mit Kusshand nehmen.