Die schauspielerischen Leistungen von Awkwafina und Zhao Shuzhen sind unbestreitbar stark – daran gibt es gar nichts zu rütteln. Aber leider schafft es Lulu Wang als Regisseurin und Drehbuchautorin nicht ihre Geschichte über eine wahre Lüge irgendwie spannend oder mitfühlend zu erzählen: Man erfreut sich am Spiel von Awkwafina mit Zhao Shuzhen, aber der komplette Rest des Films rast an einem ohne jeden Impact vorbei. Das ist weder schlecht und noch nicht mal durchschnitt, aber mehr als gut ist The Farewell am Ende halt auch nicht. Wenn man richtig gemein sein möchte, könnte man meinen man wird über 100 Minuten Zeuge eines Filmes mit großen Potenzial das aber bis zum Schluss nicht vollständig ausgespielt wird und so einen bitteren Nachgeschmack der Enttäuschung hinterlässt.