Inspiriert von den Unruhen in Frankreich – und vor allem den Départements des Pariser Umlands – im Jahr 2005 erzählen Regisseur und Drehbuchautor Ladj Ly mit seinen Mitautoren Giordano Gederlini und Alexis Manenti – der zusammen mit Damien Bonnard und Djibril Zonga auch als Polizist vor der Kamera steht – wie sich innerhalb weniger Stunden die Gemeinde Montfermeil im Département Seine-Saint-Denis in einen wahren Hexenkessel verwandelt und dass der Titel Die Wütenden – Les Misérables die perfekte Wahl ist, sind die Gemeinsamkeiten mit dem Klassiker von Victor Hugo doch nicht von der Hand zu weisen. Von Beginn an wirft einen Ly direkt in das multikulturelle Pulverfass mit dem frisch nach Montfermeil versetzten Polizisten Stéphane (Damien Bonnard) und seinen beiden alteingesessenden Kollegen Chris (Alexis Manenti) und Gwad (Djibril Zonga) und geht bis zur Explosion eben dieses Pulverfasses auch nicht mehr vom Gas runter. Es ist ein interessanter , spannender und schmerzhafter Blick auf das tägliche Leben in den Pariser Banlieues der noch lange nachhallt und am Ende schon ein kleines Juwel ist den man gesehen haben sollte, wenn man sich für diese Art von französischen Film interessiert.