Auch das Charisma von Chadwick Boseman sowie zwei schöne und deftige Shootouts können nicht darüber hinwegteuschen dass 21 Bridges ein von vorne bis hinten leider generischer Actionreißer ist der so auch in den 90ern und 2000ern hätte laufen können und den niemand so wirklich interessiert. Die Grundidee eines komplett gesperrten Manhattan wo die titelgebenden 21 Brücken gespeert sind klingt interessant, hat aber bis auf eine kurze Szene keinerlei Relevanz und ist somit nur eine reine Fassade für einen mit Logiklöchern übersäten Plot. Die Darsteller neben Boseman wie Sienna Miller, J.K. Simmons, Stephan James, Taylor Kitsch und Keith David sind verschenkt und nur Alexander Siddig kann in seiner Rolle überzeugen. Irgendwie ist 21 Bridges auch deswegen ärgerlich weil man Boseman als Eastwood-mäßigen Cop durchaus ein zweites Mal gerne sehen würde – wenn die Geschichte beim zweiten Mal nicht wie für fünf Cent aus dem Kaugummiautomaten gezogen wirkt.