Stephen Gaghan orientiert sich mit seiner Version von Die fantastische Reise des Dr. Dolittle zwar mehr an der klassischen Filmmusical-Version von Richard Fleischer aus dem Jahr 1967 als an den modernen Filmen mit Eddie Murphy, aber so ganz gerecht wird er der Vorlage dadurch auch nicht: Robert Downey Jr. bietet eine weitere Variante seiner Tony Stark/Sherlock Holmes-Persona und überzeugt zumindest im Ansatz, während die diversen Tiere ein großes Manko darstellen denn zu keiner Sekunde fühlen sie sich realistisch an und die durchwachsenen Computereffekte verstärken das Gefühl leider – aber dafür können sowohl in der englischen wie auch in der deutschen Version die Sprecher überzeugen. Beim menschlichen Cast schlägt sich Michael Sheen als Gegenspieler von Dolittle mit Abstand noch am besten und in seinen Szenen macht der Film sogar richtig Spaß, während Antonio Banderas und Jim Broadbent unter ihren Möglichkeiten bleiben und die beiden Jungdarsteller Harry Collett und Carmel Laniado nicht die Rede wert sind. Das größte Problem von Die fantastische Reise des Dr. Dolittle ist aber, dass er trotz seiner geringen Laufzeit von sogar unter 90 Minuten einiges an Leerlauf zu bieten hat, kaum Spannung aufkommt, die Witze nicht zünden und der Film am Ende schlicht langweilig und dröge ist.