So schwach die Geschichte auch sein mag und einen Ticken zu lang der eigentliche Film: Miami Vice punktet vor allem in den gemeinsamen Szenen von Colin Farrell und Gong Li auf Kuba und bei den Shootouts was sich vor allem beim Finale und auf der Tonspur mehr als nur bemerkbar macht. Aber auch die Chemie zwischen Farrell und Jamie Foxx stimmt und der Soundtrack – wie auch der eigentliche Score – gehen ins Ohr und verursachen ein wohlig-bekanntes Gefühl. Dazu passt auch die Kamerarbeit von Dion Beebe der vielleicht unter der Regie von Michael Mann wie kein anderer digitale Bilder so schön aussehen lässt. Bei den Nebendarstellern gefallen vor allem Barry Shabaka Henley als Ersatz für Edward James Olmos und auch der wunderbare Ciarán Hinds als FBI-Agent. Auf der anderen Seite verschenkt der Film sowohl John Hawkes wie auch Justin Theroux und auch irgendwie Elizabeth Rodriguez und von den dreien hätte ich einfach gerne mehr gesehen – vor allem Hawkes ist fast brutal unter Wert verkauft in seinem Kurzauftritt als Alonzo Stevens.