Auch eine starke Leistung von Felicity Jones als Ruth Bader Ginsburg sowie Armie Hammer, Justin Theroux, Sam Waterston und Kathy Bates in Nebenrollen kann nicht darüber hinwegtrösten, dass der Film vom Mimi Leder unter dem Peter-Landesman-Problem leidet: Wir haben eine interessante und spannende Geschichte, einen tollen Cast und am Ende bekommt man einen guten Film aber auch das Gefühl nicht los, dass da irgendwie mehr drin gewesen wäre. Die Stationen von Ginsburg angefangen von ihrem Studienbeginn in den 1950ern bis zum großen Fall in den 1970ern werden fein säuberlich abgehakt, alle Darstellern wissen zu überzeugen, aber besonders spannend – oder dass man als Zuschauer interessiert ist – ist das ganze halt am Ende leider nicht.

Fazit: Am Ende lebt Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit vielleicht zu sehr von seiner Hauptdarstellerin Felicity Jones um eigene Akzente setzen zu können. Ein routiniertes Biopic bei dem aber mehr drin gewesen wäre.