Im Grunde kann man Sorry to Bother You nur eine Sache wirklich vorwerfen: Dass er für die abgedrehte Geschichte die er im Laufe seiner Spielzeit erzählt mit fast zwei Stunden viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Lakeith Stanfield und Tessa Thompson stellen unter Beweis dass sie hoffentlich eine verdammt große Zukunft vor sich haben, Armie Hammer ist in durchgeknallten Rollen pures Dynamit und ebenfalls positiv stechen z. B. Jermaine Fowler, Omari Hardwick und vor allem Steven Yeun hervor. Boots Riley wirft als Regisseur und Drebuchautor einen mehr als satirischen und zynischen Blick auf die moderne Form der Arbeit und Vermittlung von selbigen und dreht von Szene zu Szene immer weiter an der Kurbel des Wahnsinns. Nur fühlt es sich halt stellenweise so an wie ein Gag der viel zu lange geht und schon vor Minuten hätte zu Ende gehen müssen.

Fazit: Ein starker Cast und vor allem im Mittelteil in den Szenen zwischen Stanfield und Hammer können nicht darüber hinwegtrösten dass Sorry to Bother You sein Potenzial nicht ganz so ausspielt wie es vielleicht möglich gewesen wäre. Aber es ist auf jeden Fall interessant zu sehen was Boots Riley als nächstes in Angriff nimmt.